Hamburg, 29. April 2015 – Der Hamburger Modeschmuckkonzern erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Konzernumsatz von 335,1 Mio. EUR nach 356,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013 (-6,0 %). Damit wurde die im vergangenen Jahr abgegebene Umsatzprognose leicht unterschritten (-1,4 %). Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung war vor allem die Entwicklung des Einzelhandels für den Geschäftsverlauf des Bijou Brigitte-Konzerns maßgeblich. Der stationäre Modeeinzelhandel in Deutschland konnte 2014 nicht von der guten Konsumstimmung profitieren und auch das Weihnachtsgeschäft blieb hinter den Erwartungen zurück. Demzufolge entwickelte sich das deutsche Segment leicht rückläufig. In vielen südeuropäischen Ländern verlief die wirtschaftliche Erholung zudem schwach und noch nicht nachhaltig. Die südeuropäischen Segmentumsätze gingen erneut zurück und vor allem in Italien und Portugal dauerte die Konsumkrise an.

Das spanische BIP ist 2014 hingegen stetig gewachsen und auch der private Konsum hat wieder angezogen. Die Umsatzrückgänge im spanischen Segment schwächten sich zunehmend ab und das Segmentergebnis vor Steuern konnte im Berichtsjahr durch die Kosteneinsparungen verbessert werden. Das Konzernergebnis vor Steuern lag mit 40,7 Mio. EUR über der Prognose. Ursächlich für diese Ergebnisentwicklung waren vor allem ein niedrigerer Wareneinsatz und der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund der Kosteneinsparungen durch die Straffung des Filialnetzes. Der Konzernüberschuss (nach Steuern) betrug 26,3 Mio. EUR nach 28,1 Mio. EUR im Vorjahr (-6,4 %). Das Ergebnis pro Aktie verringerte sich von 3,56 EUR auf 3,34 EUR.

Zum Berichtsstichtag am 31. Dezember 2014 gehörten 1.070 Filialen (31. Dezember 2013: 1.137) im In- und Ausland zum Filialnetz des Bijou Brigitte-Konzerns. Die Filialstraffung erfolgte vor allem in Spanien und den Niederlanden. Die Beendigung des Engagements in Großbritannien ist fast vollständig vollzogen. Für 2015 liegt der operative Fokus auf der Modernisierung der bestehenden Filialen und dem Ausbau des Standortnetzes in den Kernmärkten. Wie bereits im Vorjahr sind die meisten Eröffnungen auf dem heimischen Markt in Deutschland geplant. Strategisch soll das Konzept „the P. cookery“ weiter ausgebaut werden. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 2. Juli 2015 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividendenausschüttung in Höhe von 3,00 EUR je Stückaktie zu beschließen. Auf Basis des Jahresschlusskurses 2014 von 50,66 EUR entspricht dies einer Dividendenrendite von 5,9 %.

Der leicht rückläufige Umsatztrend aus 2014 hielt auch im ersten Quartal 2015 an. Auf Jahressicht rechnet Bijou Brigitte mit einem Konzernumsatz zwischen 315 und 325 Mio. EUR und einem Ergebnis vor Ertragsteuern zwischen 20 und 30 Mio. EUR.

Der vollständige Konzernabschluss sowie der Jahresabschluss der Bijou Brigitte modische Accessoires AG für das Geschäftsjahr 2014 wurden heute auf der Internetseite des Unternehmens unter https://group.bijou-brigitte.com veröffentlicht. Informationen beziehungsweise Eckdaten zum Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2015 werden in der Zwischenmitteilung am 7. Mai 2015 bekannt gegeben.

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